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Karate-Do Sensei Akoi


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Karate-Do, was bedeutet das eigentlich ?

Karate-Do bedeutet = Weg der leeren Hand.
( Kara = Leere, Te = Hand, Do = Weg )

Karate ist etwa 500 Jahre alt und entwickelte sich im Mittelalter auf der Japanischen Insel Okinawa auf der Basis der 2000 Jahre alten Chinesischen Kampfkünste. Mit ausschlaggebend dafür war ein von den Machthabern Okinawas verhängtes Waffenverbot, dem die Inselbevölkerung durch die Entwicklung einer waffenlosen Kampfform begegnete, um sich gegen Übergriffe von berittenen und gerüsteten Kriegern wehren und verteidigen zu können. Karate ist heute als fernöstlicher Kampfkunst-Sport bekannt. Karate-Do ist eine Kunst. Eine Körper- und Kampfkunst und eine Methode der Selbstverteidigung. Sie gilt in Japan als hervorragender Weg zur Persönlichkeitsbildung und zur Festigung des Charakters, der schließlich zu einem inneren Wachstum führt. Karate-Do ist somit nicht nur eine Disziplin der Körperbeherrschung, sondern auch eine Geistesbildungsschule, die einen das ganze Leben lang begleiten sollte, und ein Weg zur Selbstvervollkommnung.

Der Begründer des modernen Shotokan-Karate Pädagogik-Professor, Sensei= (Meister) Gichin Funakoshi schrieb hierzu:

”So wie die blanke Oberfläche
eines Spiegels alles wiedergibt,
was vor ihm steht, und wie ein
stilles Tal selbst den schwächsten
Laut weiterträgt, soll der Karate-
Schüler sein Inneres leer machen
von Selbstsucht und Boshaftigkeit
um in allem, was ihm begegnen könnte,
angemessen zu handeln.”.

”Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Perfektion des menschlichen Charakters”

 

Die Ursprünge des Karate-Do

In dem südlich von Japan gelegenen Land, dem früheren Königreich der Ryukyu-Inseln - der heutigen Präfektur Okinawa - stand einst die Wiege des Karate. Niemand weiß, wann auf den Ryukyu das Karate zum ersten Mal in Erscheinung trat. In der Vergangenheit wurde diese Kunst von Außenstehenden stets streng geheim gehalten; daher sind uns von ihr keine schriftlichen Nachrichten überliefert.

Zweimal in der Geschichte der Ryukyu-Inseln wurden Waffen durch einen Regierungserlass verboten; das erste Mal vor über fünfhundert Jahren und ein zweites Mal zweihundert Jahre später. Diese Verbote übten natürlich einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Karate aus.[...]
Die meisten Historiker stimmen darin überein, dass die einzigartige okinawanische Form des waffenlosen Kampfes, das Karate, seine Entstehung diesem zweiten Verbot verdankt, denn es zwang die Einwohner Ryukyus dazu, ein Mittel zur waffenlosen Selbstverteidigung zu finden. Wahrscheinlich sind einige der waffenlosen Kampftechniken schon vor dem Einfall der Satsuma (1609) ausgeübt worden, so dass dieses neue Verbot nur die Fortentwicklung bereits existierender Methoden beschleunigte. [...]
Natürlich könnten auch einige Kenpo-Stile in ihrer ursprünglichen Form überliefert worden sein. Jedenfalls ist es denkbar, dass die beiden Vorläufer des Karate-Do, das Okinawa-te und das To-de, in etwa dieser Weise entstanden sind, wobei sich das Erstgenannte auf die chinesische Kenpo-Tradition, das Letztere dagegen auf einheimische Kampftechniken zu beziehen scheint. Die Geschichte der Kampfkünste in China kann mehr als sechstausend Jahre zurückverfolgt werden. [...]
In dieser kriegerischen Zeit wurden aus der Notwendigkeit heraus, den Feind auf dem Schlachtfeld zu bezwingen, ständig neue Kampfmethoden und Techniken erfunden. Diese alten Kampftechniken wurden erstmals durch die Bemühungen dreier Männer, Ta Shang Lao-ch'un, Ta-yi Chen-jen und Yuan-t'ien, systematisiert. Sie schufen, was man die ”Drei Primitiven Schulen der Kampftechniken” nennen könnte. Ihre Systeme wurden über Generationen von Schülern hinweg weitergegeben. Es wurden Verbesserungen vorgenommen, die schließlich zu den hochverfeinerten Techniken unserer Tage führte. [...]

Quelle: Auszug aus Karate-Do Nyumon

Shotokan

Die auf diesen Seiten vorgestellte Karate-Stilrichtung trägt die Bezeichnung Shotokan. Der Begriff Shotokan setzt sich aus drei japanischen Zeichen zusammen. Diese sind Sho (Pinie, Kiefer), To (Welle, Woge) und Kan (Großes Gebäude, Halle). Die ersten beiden Symbole bilden zusammen den Begriff Shoto, der auch den Künstlername Gichin Funakoshis darstellte. Die hierfür zu findenden Übersetzungen werden meist mit ”Rauschen in den Kiefern” bzw. ”Pinienrauschen” angegeben.

 

Sho (matsu) - Kiefer, Pinie

 

To - Welle, Woge

 

Kan - Großes Gebäude/Halle


Die Pinie ist eine Kiefernart auf Okinawa mit einem starken Wurzelwerk. Das deutet darauf hin, daß Gichin Funakoshi die Fähigkeit zu einen sehr starken Stand besaß (erdverwachsen war). Die Welle wird im japanischen eigentlich mit nami bezeichnet. Die hier angesprochene Welle ist dagegen weitaus mehr. Es ist die große Welle, die nach einem Seebeben kommt und alles mit einer einzigen Bewegung zerstören kann. Sie steht hier für die Härte und Zerstörungsenergie der Technik. In einem Gespräch erklärte Kase Sensei: ”Funakoshi Gichin wurde von seinen Schülern Shoto genannt. Es sollte ein Ausdruck der Bewunderung für seine Art von Karate-Do sein. Shoto ist also nicht das sanfte Pinienrauschen, es ist die Bewunderung für die alles zerstörende Technik aus einem guten Stand heraus.”

Quelle: Budo Research Center Germany

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Letzter Stand: 20.11.2009